Mit dem Verstand ist Russland nicht zu fassen, Gewöhnlich Maß misst es nicht aus: Man muss ihm sein Besond'res lassen - Das heißt, dass man an Russland glaubt.
Fjodor Tjutschew (übertragen von Siegfried von Nostitz)
Умом Россию не понять, Аршином общим не измерить: У ней особенная стать — В Россию можно только верить.
Freitag, 25. September 2026, 19.00 Uhr MOVIMENTO MÜNCHEN Neuhauser Str. 15 80331 München
Dmitri Schostakowitsch am Flügel, 1950er Jahre
Zum 120. Geburtstag von dem Komponisten, Dmitrij Schostakowitsch (1906-1975)
Dmitri Schostakowitsch (1906-1975) war einer der bedeutendsten Komponisten des 20. Jahrhunderts. Seine Werke spiegeln in bedrückender Weise die schwierigen Lebensumstände in der ehemaligen Sowjetunion wider.
Geboren am 25. September 1906 in St. Petersburg kam Schostakowitsch schon als Kind mit russischer und deutscher Musik in Berührung. Mit dreizehn Jahren begann er sein Studium (Klavier und Komposition) am Petrograder Konservatorium, das er 1925 spektakulär abschloss: Seine Diplomarbeit, die erste Symphonie, geriet sofort zu einem internationalen Erfolg. Nach dem Studium schlug sich Schostakowitsch – aus Zweifeln an seiner Berufung – zunächst als Pianist in Filmtheatern durch. 1928 vollendete er seine erste Oper, „Die Nase“, deren Grotesken die vielfältigen Strömungen im nachrevolutionären Russland widerspiegeln.
Karin Wirz liest aus dem Buch von T. Kuschtewskaja die Erinnerungen der Frau Irina Schostakowitsch über ihren Mann.
Mitwirkende: Schauspieler Tatjana Lukina, Michael Tschernow, Karin Wirz, Aglaya Zinchenko (Klavier) Artur Medvedev (Geige), Philipp von Morgen (Cello), Elena Petronievich (Klavier), Autorin Tatjana Kuschtewskaja
Sonntag, 18. Oktober 2026, 15.00 Uhr Eine Welt Haus Schwanthalerstr. 80 80336 München
Literarisch-musikalischer Abend, gewidmet Mitgliedern und Künstlern des Vereins MIR e. V.
Mitwirkende: Swetlana Woldt, Elvira Rizhanovitch-Bette (Gesang), Swetlana Prandetskaja (Gesang), Olga Kozlova (Gesang), Frits Kamp (Gesang), Dmitri Romanow (Klavier), Michael Leontschik (Zimbel), Alexandr Leontschik (Klaver), Maria Belanovskaja (Domra) u. a.
Samstag, 7. November 2026, 19:00 Uhr MOVIMENTO MÜNCHEN Neuhauser Str. 15 80331 München
Literarisch-musikalischer Abend, gewidmet den 240. Geburtstag von der Großfürstin Maria Pawlowna von Weimar (1786 – 1859)
Die Großfürstin Maria Pawlowna verwandelte Weimar in eine der glanzvollsten deutschen Residenzen – eine Stadt, die nach dem Wiener Kongress (1814 – 1815) den Status eines Großherzogtums erlangte. Nirgendwo sonst in Deutschland war die russische Präsenz so sichtbar wie in Weimar; im Laufe der Jahre wurde die Stadt nicht nur von russischen Zaren besucht, sondern auch von anderen russischen Koryphäen wie Gogol und Turgenew.
Maria Pawlowna hatte ein Herz für das einfache Volk, die Armen und deren Probleme. So befürwortete sie die Errichtung eines Sparkassenvereins und nahm sich der Existenzsicherung von Frauen an. Für soziale Vorhaben verwendete sie Gelder aus ihrer Privatschatulle. Von den Weimarern wurde sie als „Engel der Armen, Kranken und Waisen“ geliebt und verehrt.
Mitwirkende: Tatjana Lukina, Tatjana Kuschtewskaja, Swetlana Woldt, Karin Wirz und Michael Tschernow, Elvira Rizhanovitch-Bette (Mezzosopran), Frits Kamp (Bass-Bariton), Dmtrij Romanow (Klavier) u. a.
Samstag, 28. November 2026, 19:00 Uhr MOVIMENTO MÜNCHEN Neuhauser Str. 15 80331 München
Zum 170. Geburtstag von dem Komponisten Sergej Tanejew
Tanejew entstammte gehobenen Verhältnissen, so, dass er sich schon von seiner frühen Kindheit an intensiv mit Musik beschäftigen konnte. Bereits 1866 trat er in das Moskauer Konservatorium ein und studierte Klavier, Komposition und befreundete sich mit Tschaikowski. 1875 beendete er sein Studium mit der Goldmedaille. 1878 wurde er Professor für Harmonielehre und Instrumentation am Moskauer Konservatorium, 1881 zusätzlich Professor für Klavier und 1883 schließlich Professor für Komposition. Von 1885 bis 1889 war er Direktor des Konservatoriums. Etliche seiner Schüler – z. B. S. Rachmaninow und A. Skrjabin – entwickelten sich zu namhaften Komponisten. Auch in menschlicher Hinsicht wirkte der umfassend gebildete Tanejew prägend auf seine Schüler. 1905 verließ er das Konservatorium.
Tanejew genoss die Gunst von Leo Tolstoi und dessen Frau Sofia Andrejewna; er war ein häufiger Gast im Moskauer Haus der Tolstois und verbrachte viel Zeit auf Jasnaja Poljana. Literaturwissenschaftler ziehen Parallelen zwischen diesem Liebesdreieck und den Novellen, die die Beteiligten zu jenem Zeitpunkt bereits verfasst hatten: Leo Tolstoj *Die Kreutzersonate* und Sofja Tolstaja *Wer ist schuld daran?“
Mitwirkende: Elvira Rizhanovitch-Bette (Mezzosopran), Frits Kamp (Bass-Bariton), Elena Petronevich (Klavier), Philipp von Morgen (Cello), Anastasia Sharina (Klavier) und Artur Medvedev (Geige)
Sonntag, 13. Dezember 2026, 19.00 Uhr Eine Welt Haus Schwanthalerstr. 80 80336 München
Zum 230. Geburtstag von Nikolai Karamsin (1766 – 1826)
Ein literarisch-musikalischer Abend mit dem Vortrag von Elena Eremenko „Karamsin – ein russischer Europäischer“
Am 12. Dezember 1766 wurde Nikolai Karamsin als Sohn eines Gutsbesitzers in der Nähe von Simbirsk (Uljanowsk) geboren. 1780 bis 1783 erlernte er im Moskauer Pensionat des Professors Schaden moderne Sprachen und Literaturen.
1789 bis 1790 reiste Karamsin durch Europa: Dresden, Leipzig, Weimar (Begegnung mit Goethe), Frankfurt und Straßburg, Schweiz … Ende März 1790 kam er nach Paris. 1791 bis 1792 gab Karamsin die literarische Zeitschrift „ Moskowski Zhurnal“ heraus und veröffentlichte dort die auf der Europareise entstandenen Briefe und Tagebuchnotizen, was einen großen Erfolg hatte und machte Karamsin zu einem der bekanntesten Literaten in Russland. Auch seine sentimentale Erzählung wie „Die arme Lisa“ hatte Erfolg.
1802 bis 1803 leitete Karamsin die Redaktion des „Westnik Jewropy“ (Bote Europas). 1803 wurde er zum Reichshistoriographen ernannt und veröffentlichte die ersten zwölf Bände seiner „Geschichte des Russischen Reiches“. Das Werk wurde wegen seines reichen Quellenmaterials und seines glänzenden Stils ein außergewöhnlicher Erfolg.
Karamsin starb am 3. Juni 1826 in Sankt Petersburg
Mitwirkende: Tatjana Lukina, Elena Eremenko, Olga Kozlova (Gesang), Maria Belanovskaja (Domra) u. a.
Am 24. März 2011 wurde Tatjana Lukina durch den Bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer der Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Bei der Zeremonie waren der russische Generalkonsul Andrej Grozov und der ukrainische Generalkonsul Yuriy Yarmilko anwesend.
Zentrum russischer Kultur in Schwabing wird 20 Jahre alt
Schwabing – In einem Uralt-Schlager der Gruppe Dschingis Khan heißt es: „Wirf die Gläser an die Wand, Russland ist ein schönes Land.“ Und der große Lyriker Fjodor Tjutschew schreibt: „Mit dem Verstand ist Russland nicht zu fassen, gewöhnliches Maß misst es nicht aus.“ Russland ist nicht nur dort, wo man es auf der Landkarte findet – sondern auch mitten in München. Lesen Sie weiter …
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MIR-KALENDER 2026
Fjodor Tjutschew – AUSSTELLUNG online
In Zusammenarbeit mit Tjutschew-Museum, Stadt Owstug, Russische Föderation und Zentrum MIR e. V., München, Bayern