Mit dem Verstand ist Russland nicht zu fassen, Gewöhnlich Maß misst es nicht aus:
Man muss ihm sein Besond'res lassen - Das heißt, dass man an Russland glaubt.

Fjodor Tjutschew (übertragen von Siegfried von Nostitz)

Умом Россию не понять, Аршином общим не измерить:
У ней особенная стать — В Россию можно только верить.

Федор Тютчев (1866)

“Zu Tisch bei Genies” - “В гостях у гениев”

12. November 2014

Sonntag, 23. November 2014, 19.30 Uhr
Seidlvilla, Nikolaiplatz 1b, 80802 München

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“Zu Tisch bei Genies” oder Neue kulinarische Streifzüge durch die russische Literatur
Die Schriftstellerin Tatjana Kuschtewskaja, Autorin von fünfzehn in Deutschland erschienenen Büchern, stellt ihre beiden neuen Bücher: „Zu Tisch bei Genies“ (Kulinarische Streifzüge durch die russische Literatur) und „Der Jenissei – ein sibirischer Strom“ vor. Ein Kapitel des ersten Buches, das die Lieblingsspeisen russischer Schriftsteller und Dichter präsentiert (mit beigelegten Rezepten), ist Michail Lermontow gewidmet. Das zweite Buch erzählt über den großen, mächtigen Fluss Jenissei im Herzen Sibiriens, der die Lebensader für die an seinen Ufern lebenden Menschen bedeutet. Die Schauspielerin Karin Wirtz liest die spannendsten Geschichten aus den beiden Neuerscheinungen.


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Tatjana Kuschtewskaja

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”В гостях у гениев”
Писательница Татьяна Куштевская, автор 15 книг, переведенных с русского на немецкий язык, представляет свои две новые книги «В гостях у гениев», рассказывающей о любимых блюдах великих русских писателей - одна из глав которой посвящена М.Ю. Лермонтову, и «Енисей – сибирская река». Отрывки из книг читает на немецком языке актриса Карин Вирц.

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Karin Wirz

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Eintritt/Вход: EUR 10,00
ermäßigt/льготный (für Vereins-Mitglieder): EUR 8,00
Vorbestellung / Предварительный заказ: 089/351 69 87

Gefördert durch/при поддержке: Bayerische Staatskanzlei


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“Hast du einen Kuchen, werden Freunde dich suchen”

Was halten Sie von einer Mahlzeit, das Sie in Gesellschaft von Klassikern der Weltliteratur genießen könnten? Etwa ein Mittagessen mit Leo Tolstoi, ein Diner mit dem berühmten russischen Fabeldichter Iwan Krylow oder ein Treffen zum Tee mit keinem Geringeren als Fjodor Dostojewskij? Lockt Sie dieser Gedanke? Dann sei Ihnen das neue Buch von Tatjana Kuschtewskaja wärmstens empfohlen, das den passenden Titel „Zu Tisch bei Genies. Neue kulinarische Streifzüge durch die russische Literatur“. Und das Beste: Unterwegs lernen Sie Rezepte von mehr als Zweihundert alten gastronomischen Köstlichkeiten kennen.

„Keine andere Kunstart bietet der Phantasie mehr Freiraum als die Kochkunst“, behauptet Tatjana Kuschtewskaja. „Bei Puschkin las ich einmal vom ‚fetten Straßburger Kuchen’. Doch es stellte sich heraus, dass es in Wirklichkeit nicht um Kuchen, sondern um eine delikate Pastete ging, eine Pirogge also! Übrigens werden auch heute noch in Straßburger Feinbäckereien solche Pasteten angeboten.
Möglicherweise ist der eine oder andere deutsche Leser mit Gontscharows Roman „Oblomow“ vertraut. Es sei erwähnt, dass in einer alten Stadt an der Wolga heute „Oblomow-Feste“ veranstaltet werden. Oblomow, der Protagonist des gleichnamigen Romans, war der Schlemmerei nicht abgeneigt, und während der Feste werden in den Restaurants Oblomows Lieblingsspeisen serviert, die unglaublich lecker und sehr leicht zuzubereiten sind! Deshalb habe ich beschlossen, auch meine Leser in die Rezepte einzuweihen. Das Buch schrieb ich mit leichter Hand, denn Essen ist schließlich ein Hochgenuss!“

„- Ihr Buch zeigt die russische Küche in ihrer vollen Pracht. Haben Sie denn selbst einmal wenigstens eines der 240 vorgestellten Rezepte ausprobiert?“

„Ich habe so manches in meiner Küche ausprobiert und begriffen, dass Kochen nach Anweisungen des literaturkulinarischen Buchs etwas sehr Spannendes ist, denn alle Rezepte haben nicht nur mit Geschichte und Geographie, sondern auch mit Literatur zu tun. Und drum schmeckt es auch so gut.“

„- Und was halten Sie von der deutschen Kochkunst?“

„Sie verleiht dem Essen Kultstatus. Es werden viele Kochbücher herausgegeben, und im Fernsehen gibt es unzählige Kochsendungen. Doch ich denke, dass die deutschen Feinschmecker auch so manchen russischen Gerichten etwas abgewinnen können: dem Plow etwa, hier als Reis mit Kürbis und Früchten, der Pilzsuppe mit Dörrpflaumen oder der Soljanka-Suppe mit griechischen Oliven und Wiener Würstchen, die dennoch eine echte russische Suppe ist. Apropos, in Deutschland habe ich in einer türkischen Gaststätte eine Art russische Blinis entdeckt. Unglaublich lecker. Sie hießen sehr komisch „Imam bajldy“ – „Der ohnmächtige Imam“. Wahrscheinlich ist er vor lauter kulinarischen Genüssen einfach ohnmächtig geworden!“

„- Ich hoffe, dass Ihren Lesern ein solch extremer Fall nicht droht, aber ganz sicher wird ihnen das Buch einen Hochgenuss bereiten. Ein echter Augenschmaus sind auch die von Ihrer Tochter Janina Kuschtewskaja entworfenen Illustrationen: über zwanzig „kulinarische“ Porträts von Klassikern der russischen Literatur – stilecht, schön und humorvoll! Es bleibt nur noch übrig, allen einen guten Appetit zu wünschen – sowohl bei der Lektüre als auch beim Essen mit Freunden. Denn nicht umsonst besagt eine russische Redensart: ‘Hast du einen Kuchen, werden Freunde dich suchen!’“

Das Gespräch mit Tatjana Kuschtewskaja führte die Journalistin Tatjana Stojanova.

Das Buch „Zu Tisch mit Genies. Neue kulinarische Streifzüge durch die russische Literatur“ von Tatjana Kustevskaja ist in allen deutschen Buchhandlungen zum Preis von 24,90 Euro zu erhalten.

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Статья в “Литературке” - Zeitungsartikel in “Literaturnaja Gazeta”

8. Januar 2013

Zum Lesen klicken Sie bitte auf das Bild:

Literaturnaja Gazeta

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Hohe Auszeichnung für unsere Präsidentin

26. März 2011

Am 24. März 2011 wurde Tatjana Lukina durch den Bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer der Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Bei der Zeremonie waren der russische Generalkonsul Andrej Grozov und der ukrainische Generalkonsul Yuriy Yarmilko anwesend.

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Schwabing · Medizin wie MIR - Artikel in “Schwabinger Seiten”

20. Januar 2011

Zentrum russischer Kultur in Schwabing wird 20 Jahre alt

Tatjana Lukina

Schwabing - In einem Uralt-Schlager der Gruppe Dschingis Khan heißt es: “Wirf die Gläser an die Wand, Russland ist ein schönes Land.” Und der große Lyriker Fjodor Tjutschew schreibt: “Mit dem Verstand ist Russland nicht zu fassen, gewöhnliches Maß misst es nicht aus.” Russland ist nicht nur dort, wo man es auf der Landkarte findet – sondern auch mitten in München. Lesen Sie weiter …

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