Mit dem Verstand ist Russland nicht zu fassen, Gewöhnlich Maß misst es nicht aus:
Man muss ihm sein Besond'res lassen - Das heißt, dass man an Russland glaubt.

Fjodor Tjutschew (übertragen von Siegfried von Nostitz)

Умом Россию не понять, Аршином общим не измерить:
У ней особенная стать — В Россию можно только верить.

Федор Тютчев (1866)

21. Oktober 2019: Die Madonna der Dekadenz ~ Декадентская Мадонна

30. September 2019

Montag, 21. Oktober 2019, 19.00 Uhr
Carl-Amery-Saal
Gasteig, Rosenheimer Straße 5
81667 München

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Die Madonna der Dekadenz
Eine szenische Lesung zum 150. Geburtstag der Dichterin Sinaida Gippius (1869 – 1945)
Eine symbolistische Lyrikerin und Autorin Sinaida Gippius, die man auch „Madonna der Dekadenz“ genannt hat, wurde am 8./20. November 1869 in einer deutsch-russischen Familie bei Tula geboren. Die scharfsinnig-sarkastische Betreiberin eines Literatursalons, welche in vieler Hinsicht der literarischen Richtung des „Silbernen Zeitalters“ das Gepräge gegeben hatte, war ein Mensch der Provokation. „In meinem Geist bin ich mehr Mann, in meinem Körper bin ich mehr Frau“, erklärte die Dichterin, die für ihre Lyrik und für ihre Literaturkritiken das männliche Pseudonym „Anton Krainij“ wählte, was auf Deutsch „der Extreme“ heißt. Die Oktoberrevolution hat sie als „dunkelsten, idiotischsten und schmutzigsten Umsturz, den die Geschichte je gesehen hat“ bezeichnet, und die Bolschewiki erschienen ihr als „stumpfsinnige Fanatiker, ausgemachte Schurken und Agenten Deutschlands“. 1918, während des Bürgerkrieges, verließ Sinaida Gippius zusammen mit ihrem Mann, dem Schriftsteller Dmitrij Mereschkowski (1865 – 1941), Russland für immer. Sie starb in Paris am 9. September 1945.


Декадентская Мадонна
Литературно-музыкальная композиция к 150-летию со дня рождения поэтессы Зинаиды Гиппиус (1869 -1945)
Идеолога символизма и хозяйку известного литературного салона Зинаиду Гиппиус некоторые современники называли «декадентской мадонной». Рожденная в немецко-русской семье, она была проницательным и саркастическим критиком, сыграв не последнюю роль в развитии литературного направления «Серебряный век». Гиппиус была человеком провокации, писала: «В моих мыслях, моих желаниях, в моем духе – больше мужчина, в моём теле – я больше женщина». В качестве лирического «Я» она выбрала мужской псевдоним „Антон Крайний“. В 1918 году, во время гражданской войны, она вместе со своим мужем писателем Дмитрием Мережковским (1865 – 1941) навсегда покинула Россию. Зинаида Гиппиус умерла 9 сентября 1945 года в Париже.

Mitwirkende: Anna Kuzmenko-Diez, Karin Wirz, Michael Tschernow, Artur Medvedev (Geige), Philipp von Morgen (Cello) u. a.

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Eintritt/Вход EUR 10,00
ermäßigt/льготный: EUR 7,00
Bei „München Ticket“ und Vorbestellung telefonisch bei MIR e. V.: 089/351 69 87

Mit freundlicher Unterstützung der Münchner Stadtbibliothek

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Neues Programm für den Herbst 2019

6. August 2019

September - Oktober 2019

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Hommage an Modest Mussorgkij – am 13. März 2019 im Gasteig

1. März 2019

Hommage an Modest Mussorgkij zu seinem 180. Geburtstag von MIR e. V.
Grußwort von Präsidentin und künstlerischer Leiterin von MIR e. V., Frau Tatjana Lukina
Durch den Abend führen: Arthur Galiandin und Michael Tschernow.
Gasteig, München, 13.03.2019
Video-Aufnahme: Valeri Afanasovsky

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Das war das Jahr 2018 in MIR-Veranstaltungen

1. Februar 2019

Jahr 2018

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Das war das Jahr 2017 mit MIR …

14. Januar 2018

2017 war ein sehr ereignisreiches Jahr bei MIR e. V.! – hier klicken!

Jahr 2017

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WDR Radio berichtet über MIR e. V.

17. November 2017

О том, как местные немцы приходят в „МИР“, чтобы изучать и поддерживать русскую культуру, слушайте в программе от 10 ноября от 26-й минуте – вот здесь!
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Neues Kalender für das Jahr 2018

3. November 2017

Kalender 2018 Silbernes Zeitalter

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MIR-Kalender 2018 – in Erinnerung an Alexander Schmorell

3. Oktober 2017

Kalender 2018

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Eindrücke vom Gala-Abend am 23.10.2016 im Gasteig – 25 Jahre MIR e. V.!

26. Oktober 2016

Gala-Konzert

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Eindrücke vom 13. Mai 2016: „Nikolaj Karamzin – der erste russische Europäer“

10. April 2016

Freitag, 13. Mai 2016, 19.00 Uhr
Seidlvilla, Nikolaiplatz 1b
80802 München

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Karamzin
DIE EINDRÜCKE …

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Nikolaj Karamzin – der erste russische Europäer
Zum 250. Geburtstag von Nikolaj Karamzin (1766 – 1826), dem größten russischen Schriftsteller seiner Zeit. In seiner Erzählung „Die arme Lisa“ wurden zum ersten Mal der Mensch und seine Gefühle in den Mittelpunkt gestellt. Damit begründete Karamzin den russischen Sentimentalismus.
Mit seiner „Geschichte des russischen Staates“ ist er auch als Historiker für die russische Kultur unentbehrlich. Noch größere Bedeutung hat Karamzin als Sprachreformer. Er bildete neue russische Wörter und vereinfachte den russischen Satzbau nach französischem Vorbild.
Karamzin war russischer Patriot und Europäer zugleich, er war überzeugt, dass Russland zu Europa gehört. In seinen „Briefen eines russischen Reisenden“ schrieb er: „Das Nationale ist nichts im Vergleich mit dem Menschlichen, und alles, was Engländer oder Deutschen zum Wohle der Menschen erfunden haben, ist meins, denn ich bin ein Mensch“.

Karamzin

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Николай Карамзин – первый русский европеец
Литературный вечер к 250-летию со дня рождения писателя и историка Н. М. Карамзина (1766 – 1826), реформатора русского литературного языка, автора двенадцатитомного труда «История государства Российского» и первого журнала для детей «Детское чтение для сердца и разума».
Mitwirkende: Dr. Natalie Reber und Dimitri Milinski (Vorträge), Artur Medvedev (Violine), Jekaterina Medvedeva (Piano), Philipp von Morgen (Cello)

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Eintritt frei/Вход свободный


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Gefördert durch/при поддержке: Fond „Russkij mir“



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